Aus dem Leben eines Kugelschreibers der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Aus dem Leben eines Kugelschreibers

angeschnittenes Bild von vier bunten Kugelschreibern

Diesmal machen wir es anders herum: Wir lassen den Kugelschreiber, den beliebtesten Werbeartikel der Deutschen einmal zu Wort kommen. Was würde ein Kugelschreiber wohl sagen, wenn er reden könnte? Wir haben die Perspektive gewechselt und die Lebensgeschichte aufgeschrieben.

„Produziert wurde ich im Jahr 2005. Soviel will ich klar stellen. Ich kann aber nicht genau sagen wann das war; das ging alles so schnell. Meine „Geburt“ war ganz schön unspektakulär. Ich weiß auch gar nicht, warum Menschen sich daran nicht erinnern können. Miene, Feder, Schaft und Deckel zusammenschrauben, fertig! Was ich aber noch weiß: Irgendwann lag ich mit ein paar Kumpels im Karton. War alles ein bisschen eng und die Kollegen lagen ziemlich schwer auf mir rum. Schön war das nicht. Spannend wurde es dann, als Licht in die Bude kam. Und wie viel Licht das war. Junge, Junge. Von überall waren da Lampen und Leute. Hat eine Weile gedauert, bis man sich dran gewöhnt hatte. Schien eine riesige Halle zu sein und überall waren so Stände aufgebaut. Nachher hab ich dann von meiner ersten Besitzerin gehört, dass das eine Messe gewesen sein muss. In jedem Fall kam dann der Punkt, dass ich aus der Kiste rausgenommen wurde. Ich werde es nie vergessen. Mein erstes Mal in der Hand eines Menschen! Man merkt doch gleich, wenn die wahre Bestimmung vor einem liegt. Leider bin ich nur kurz in der Hand geblieben, denn gleich drauf war ich schon in der Hand meiner ersten Besitzerin.

Die roch so gut! Sogar in ihrer Tasche roch es nach Parfüm. Hat mir die Sache sympathischer gemacht, denn die anderen Kulis, die schon alle da waren, sahen schon ziemlich anders aus. Um ehrlich zu sein, ich hatte Angst, dass mir gleich die Tinte in den Schaft läuft. Aber wie sich rausstellte, war das gar nicht nötig. Nette Gesellen, muss ich sagen. Komisch war nur, dass ständig einer verschwand und neue dann wieder auftauchten. Irgendwann hat es dann auch mich erwischt. Diesmal wurde ich sogar richtig benutzt! Mit schwungvoller Geste hat meine Besitzerin ihren Namen geschrieben (glaub ich, denn lesen kann ich nicht). Dann hat sie mich auf den Tisch gelegt und ist mit Ihrer Tasche und meinen Freunden gegangen.

Auf dem Schreibtisch war es aber gar nicht so schlecht. Kannte ich gar nicht, so viel Platz um mich. Hätte ruhig länger so bleiben können. Dann kam aber eine große, ziemlich schwitzige Hand und hat mich einfach aufgegriffen. Der Mann dazu hat mich oft benutzt. Das war dann meistens auch gar nicht so schwitzig. Ich muss sagen, seine Schrift, die war so schön rund, da konnte mein Ball in der Spitze super mitlaufen. Wie ich dann wieder weitergereicht worden bin, weiß ich nicht, denn zwischendrin hab ich diverse Hände und Taschen durchlaufen, meist nur ganz kurz.

Irgendwann auf meiner Reise bin ich dann bei einem Kind gelandet. Man, was war das lustig. Zum ersten Mal hab ich auch verstanden, was mit mir gemacht wird. Ich habe Bäume, Sonnen und Sachen gemalt, die ich dann wieder nicht erkennen konnte. War aber auch anstrengend, zumindest für meinen Ball und den Clip – den ich damals übrigens auch verloren hab. Nach einer Weile bin ich dann wieder mitgenommen worden, von einer erwachsenen Hand. Da wurde dann auch eine Menge von mir verlangt. Tagelang bin ich in der Hand gewesen. Mal schnell nur um zwischen den Fingern rumgewirbelt zu werden, mal, um ganz schnell ganz viel aufzuschreiben. Ich glaub, das war an einer Uni, denn die Leute sahen jung aus, haben aber alle in Reihen gesessen und vorne stand einer und hat viel gesprochen. Tja, bei der ganzen Schreiberei war meine Mine bald leer – ich glaube, ich war aber auch schon rund 6 Jahre unterwegs; zumindest bin ich vor Kurzem erst in so eine gelbe Tonne geworfen worden.



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