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Der Geselle vom Nikolaus hat viele Namen und Gesichter

der niederländische Knecht Ruprecht: zwarte Piet

Nur selten kommt der Nikolaus alleine, denn zumeist hat er noch einen Gesellen dabei, der je nach Landstrich oder Land nicht ganz so gemütlich ist. Oft genug fürchten sich Kinder vor der Rute, die er bei sich hat. Glücklicherweise ist es heute nicht mehr so gebräuchlich, dass Kinder die Rute zu spüren bekommen, wenn sie ungezogen waren. Aber früher war die unfreundliche Erscheinung neben dem positiv besetzten Nikolaus tatsächlich dafür da, den Kindern Angst einzuflößen und dadurch mehr Gehorsam zu erzwingen.

Die Bedeutung von Knecht Ruprecht, wie er wohl am häufigsten in Deutschland bekannt ist, erklärt auch seine Namen.
Viele seiner Namen haben eine Verbindung mit dem Teufel und zeigen die Gegenüberstellung von Gut und Böse an einem Ort. Auf der einen Seite der Nikolaus, eine Figur, die auf einem Heiligen basiert, der zwei historisch nachweisbare Bischöfe zur Vorlage hatte und auf der anderen Seite der düstere Geselle, der Kinder mit der Rute schlägt und einen Sack bei sich hat. Zumeist wartet der Knecht Ruprecht auf Anweisungen vom Nikolaus und ergreift nur sehr selten die Initiative. Weitere Namen, die sich mit dem Teufel in Verbindung bringen lassen, sind: Klaubauf, Pelznickel (eine abgewandelte Form des Beelzebub), Schmuztli oder Bullerklaas. Nicht minder unangenehm ist der Hans Muff, der mit seinem schwefeligen Teufelsgestank muffig stinkt.

In Österreich und Süddeutschland gibt es den Krampus, eine Figur, die auch heute noch als Teufelsfigur erkennbar ist, denn im Pelz und mit Maske, sieht er nicht nur zottelig aus, er hat auch Hörner und klirrenden Ketten. Er kommt auch nicht alleine daher, sondern in Horden. Es ist wohl dem gewaltfreien Umgang mit Kindern geschuldet, dass der Krampus im Laufe der Zeit sein Image aufbessern konnte und heute eher als Gabenbringer gesehen wird, als denn als Bestrafer, wie es vor 150 überall gebräuchlich war. Heute kommt es nur noch vereinzelt vor, dass er tatsächlich mit der Rute schlägt. Für den Krampus werden in den entsprechenden Regionen Umzüge veranstaltet. Die Kostüme und vor allem die Masken, die dabei zum Einsatz kommen, sind vielfach in Handarbeit erstellt worden und haben ihren Wert.

Genauso, wie beim Krampus ist auch der niederländische zwarte Piet (zu deutsch: schwarzer Peter) selten allein unterwegs und so kommt es, dass der Nikolaus oft umringt ist von einer ganzen Schar. Der wie ein Sarotti-Mohr gekleidete Begleiter des Bischofs hat trotz seines fremd wirkenden Äußerlichen, kaum noch Schreckwirkung auf die Kinder. Kleinkinder empfinden die schwarze Farbe im Gesicht der jungen Freiwilligen, die durch die Einkaufsstraßen der Städte laufen zwar eigenartig, sind aber nicht wirklich erschreckt, denn die bunte Kleidung, die Süßigkeiten und die fröhlichen Sprüche erwecken einen positiven Eindruck. Eine seiner Hauptaufgaben ist die Ankündigung des Nikolauses im Ort und bei den Kindern, indem er Süßigkeiten streut und damit die Vorfreude auf den „Pakjesavond“ steigert.



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