Erst angestaubt, dann ein Hit. Wackeldackel, Wackelelvis und Jägermeister der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Erst angestaubt, dann ein Hit. Wackeldackel, Wackelelvis und Jägermeister

oranger Plüschelch

Den Wackeldackel gab es bereits lange, bevor dieses kleine filzbezogene Dackelimitat zum Werbemittel wurde. Neben gehäkelten Klorollenbezügen und grünen Jägerhüten, fristete der Wackeldackel eher ein angestaubtes und altbackenes Dasein. Doch dann kam Aral und setzte den kleinen Vierbeiner mit schwingendem Hals für einen Werbespot ein:

In einem Ford Granada sitzen vier Metalfans, die zu Black Sabbath headbangen. Ein Servicemitarbeiter von Aral bietet verschiedene Serviceleistungen an und die vier „nicken“ jedes Mal, bis sie zuletzt den Kopf im Takt des Liedes schütteln. Zum Schluss ist der Wackeldackel auf der Hutablage zu sehen, der immer noch im Takt seinen Kopf schwingt.

Dieser Spot löste eine wahre Wackeldackel-Manie aus. Binnen kürzester Zeit waren die Wackeldackel in aller Munde. Das graue Image war verflogen. Innerhalb von acht Monaten nach dem Spot, soll der Wackeldackel rund eine halbe Million Mal verkauft worden sein.

Eine Weile später kam ein zweiter Spot, der ebenfalls mit einem wackelnden Autozubehör für Furore sorgte. Der Wackel-Elvis. Auch diesen Vertreter des Autokirsch gab es bereits vorher. Und obwohl bereits ein Spot mit “Wackler“ gelaufen war und auch der Elvis schon längst bekannt war, wurde wieder ein Erfolg daraus. Audi hatte den Wackel-Elvis herangezogen, um zu zeigen, dass der neue A4 durch seine stufenlose Schaltung nie wackelt und somit auch der Elvis still an der Frontscheibe hängen blieb. Nach dem Spot wurde Elvis 550.000 Mal produziert. Das Prinzip bei Dackel und Elvis war gleich. Ein Spaßartikel, der aus der Mode gekommen ist, wurde dank der Idee, die dahinter stand, zu einem Identifikationsartikel für die werbende Marke. Die enge Verknüpfung von Spot, Werbeartikel und Marke hat es ermöglicht, dass eine auffrischende Wirkung gegeben war.

Umgekehrt funktionierte das Prinzip bei Jägermeister. Hier wurde eine „Altherrenmarke“ mit einem neuen Image versehen und wurde so modern, dass mittlerweile etliche Merchandise-Artikel des Kräuterlikör-Herstellers aus Brunsbüttel verkauft werden. Die Auswahl geht von Schnapsglas über Hut bis hin zu Duschradio und Grill. Dass die Menschen gerne bereit sind Werbung zu tragen für ein Unternehmen zu tragen und zudem auch noch mehr Geld dafür investieren, hängt mit dem Image zusammen. Da ist Jägermeister eine kleine Meisterleistung gelungen. Ein entscheidender Punkt hierbei war die Änderung der Farbgebung. Die Markt war nämlich zunächst in grün gehalten.



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