Guerilla Marketing ist, wenn Marken sich was trauen der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Guerilla Marketing ist, wenn Marken sich was trauen

Mann im Anzug stapelt riesige Münzen

Wer Guerilla hört, hat automatisch das Bild von Chè Guevara vor Augen. Guerilla heißt Kleinkrieg übersetzt und will so gar nicht zusammenpassen mit dem Marketing, wo es ja hauptsächlich darum geht, Waren und Dienstleistungen besonders positiv darzustellen. Guerilla Marketing schafft aber genau diesen Quantensprung.

Aktionen, bei denen überdimensionale Strohhalme aus bemalten Gullideckeln bewerben eine Limonade, riesige Gabeln, die bis in die Baumkronen ragen, machen Werbung für ein Restaurant und eine Einkaufspassage vollgestellt mit einzelnen Schuhen, bitten höflich, aber deutlich darum, das Kaugummi in den Mülleimer zu werfen und nicht auf die Straße zu spucken oder Businessmenschen stapeln riesige Münznachbildung in der Fußgängerzone, um auf einen Finanzdienstleister aufmerksam zu machen. Bei Guerilla Marketing geht es darum, an ungewöhnlichen Orten und mit ungewöhnlichen Maßnahmen Aufmerksamkeit zu wecken und es wirkt, denn gerade die unerwarteten Situationen schinden Eindruck bei uns. Wir schauen genauer hin, reden darüber mit Freunden und Verwandten, und auf lange Zeit bleibt uns die außergewöhnliche Aktion im Gedächtnis. Klar, dass auch der Markenname oder die beworbene Sache selbst in unseren Köpfen fester eingeprägt wird.

Manche Guerilla Aktionen lassen sich auch durch Werbeartikel verwirklichen, wie ein Kaffeeanbieter in England bewiesen hat. Er hängte kleine Fallschirme mit einer Kostprobe des hawaiianischen Kaffees an die Zaungitter von Privathäusern und verpasste dem ganzen noch einen kurzen Spruch „Direkt auf Hawaii eingeflogen“. Ebenso erinnert man sich noch gut an die orangen Kleidchen, die eine niederländische Brauerei an Besucher der WM-Stadien in Südafrika verteilte, sodass bei den Spielen der Niederländer immer auch die Biermarke mit im Bild war, denn die luftig bekleideten und zumeist sehr hübschen Damen waren gerne Objekte der Kameras. Auch wenn es im Anschluss großen Ärger mit den Veranstaltern und Sponsoren der WM gab, es hat sich nach eigenen Angaben der Brauerei dennoch gelohnt.



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  1. Und vor allem kann so einige Sachen deutlich kostengünstiger erreichen, denn die Brauerei hätte ja auch eine Bande im Stadion kaufen können. 🙂 Wenn es gut funktioniert kann also der Marketinghebel hier schon ein sehr guter sein, oder?


  2. Auf jeden Fall. Ist eine einfache Kostenrechnung: was kostet die Aktion, was bringt sie und welche Risiken muss ich einkalkulieren? Wenn das günstiger ist als die Alternative, dann ist alles klar.

    Aber viele trauen sich einfach nicht. Ist wie mit dem Sprung vom 10er. Wer es macht erntet den Beifall, wer nix macht und daneben steht riskiert auch keinen roten Bauch.



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