Hätten Sie es gewusst? Streichhölzer waren 53 Jahre lang kein Werbeartikel der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Hätten Sie es gewusst? Streichhölzer waren 53 Jahre lang kein Werbeartikel

Streichholz beim Anzünden

Die Geschichte der Werbeartikel ist nicht besonders gut belegt. Wir kennen Kaffee- oder Waschpulverdosen mit Jugendstilmotiven, Pins von Versicherungen oder Porzellan aus Touristenorten und Streichholzschachteln aus diversen Bars. Seit wann wurden Streichhölzer eigentlich als Werbeartikel eingesetzt? Können Sie sich an vergilbte Schachteln erinnern oder eher an moderne hochglänzende Briefchen?

Die Geschichte der Streichhölzer

Ein Streichholz heißt Streichholz, weil es an einer Fläche gerieben wird, um Feuer zu erzeugen. Und das war zum ersten Mal in 1832 der Fall. Damals hat Jacob Friedrich Kammerer aus Ludwigsburg ein Hölzchen mit einer schwefelhaltigen Mischung überzogen, das nur noch an einer rauen Fläche gerieben werden musste, um Feuer zu erzeugen, so zumindest eine der Theorien, wer das Zündholz erfunden habe. Die Idee mit einem Stück Holz Feuer zu machen, ist schon deutlich älter und es gab unzählige Ansätze, um diesen Gedanken umzusetzen. Wie bei so vielem, waren die Chinesen uns Europäern einen großen Schritt voraus. Wahrscheinlich schon im 6. Jhd. – so wird vermutet – gab es dort die ersten schwefelgetränkten Hölzchen.

Wussten Sie, dass es lange Zeit ein Monopol für Streichhölzer gab?

Mit dem schönen bürokratischen Namen „Zündwarenmonopolgesetz“ wurde im Reichstag 1930 verabschiedet, dass lediglich eine deutsche Firma, die Deutsche Zündwaren-Monopolgesellschaft, berechtigt war, Streichhölzer in Deutschland zu vertreiben. Reglementiert wurden die zu produzierenden Kontingente, die Verbote des Exports und der Unternehmensneugründungen. Grund für diese Regelung war der Schwede Ivar Kreuger. Er hatte die Reglementierung zur Bedingung für die Gewährung eines Kredits von 500 Millionen Reichsmark gemacht. Das Deutsche Reich ging auf die Bedingung ein, weil Weltwirtschaftskrise und Reparationszahlung das Land finanziell gebeutelt hatten. In 1983 wurde das Monopol aufgehoben, erst als nach 53 der Vertrag ausgelaufen war und alle Rückzahlungen geleistet wurden. (Quelle: Wikipedia)

Wie Streichhölzer zu Werbeartikeln wurden

Wenn nun bis 1983 so starke Reglementierungen auf Streichhölzer bestanden, drängt sich die Vermutung auf, dass sie auch nicht als Werbeartikel eingesetzt werden durften. Die Vermutung ist richtig. Ob in Schachteln oder Briefchen – das Layout der Streichholzschachteln war erst nach 1983 wieder frei gestaltbar. Zwar hatten Streichhölzer  schon vor 1930 ihren Einzug in die Werbeartikelbranche gehalten, in der Zeit der Monopolregelung bekamen sie jedoch den Einheitslook und Fantasie war unerwünscht. Vielleicht war das der Grund, dass sie in den Achtziger Jahren in allen Farben und Formen ihr Comeback auf dem Werbeartikelmarkt hatten.



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