In den Fängen der Floskeln der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

In den Fängen der Floskeln

"Jetzt nur nicht den Kopf in den Sand stecken"

Sie lauern überall. In der Politik, beim Meeting, in der Freizeit sowieso …
Und manchmal zuckt das Texterherz zusammen bei den vielgenutzten, altbekannten und mitunter nervigen Floskeln und Allgemeinplätzen, die sich im Alltag aneinander reihen.

Angefangen im Büro. Sicher hat jeder von uns schon mal im Meeting verkündet, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, gewisse Dinge aber noch eingestielt werden müssen. Auch englische Begriffe wie „Nice to have“, „Save the date“ und die klassische „Win-Win-Situation“ befinden sich hier in bester Gesellschaft. Rangiert eine Aufgabe in der eigenen Prioritätenliste ganz unten, hat man sie zumindest offiziell auf dem Schirm, um am Jahresende fleißig zu resümieren und zu bilanzieren.

Neben den allgemeinen Worthülsen scheint es, dass jede Branche und jeder Fachbereich mit der Zeit seine eigene Sprache entwickelt. Das zeigen spezielle Foren, die sich mehr oder weniger ernsthaft mit dem Beratersprech, Marketing-Jargon und IT’ler-Latein auseinandersetzen. Besonders auffällig ist diese Phrasendrescherei bei der Polizei. So begegnen uns in nahezu allen Berichten und Interviews Bilder des Grauens und motivierte Beamte, die eine fieberhafte Suche einleiten. Nur so aus reiner Neugier: Entsteht das Fieber bei der fieberhaften Suche immer dann, wenn es die berühmte heiße Spur gibt?

Dass wir auch in der Freizeit von hohlen Phrasen nicht verschont werden, können die Fußballfans unter uns bestätigen. So ist der Fußballplatz mittlerweile zum Allgemeinplatz geworden und selbst der größte Laie weiß, dass ein Spiel 90 Minuten dauert, der Pokal seinen eigenen Gesetzen folgt, nach dem Spiel vor dem Spiel ist und bei einer Niederlage meist das Quäntchen Glück gefehlt hat.

Wer sich politisch interessiert, mag sich ebenfalls schon über die eine oder andere Floskel geärgert haben. Statt inhaltlicher Überzeugungsarbeit schreiben sich die Parteien die Integration oder andere vage abgesteckte Themenbereiche auf die Fahne, schnüren Pakete und nehmen Geld in die Hand, um alles in trockene Tücher zu bringen.

Last but not least ist wohl schon jedem eine Einladung ins Haus geflattert mit der verlockenden Ankündigung, „das Tanzbein zu schwingen“, während „für das leibliche Wohl gesorgt ist“.

Bei so vielen Phrasen, die uns zur Verfügung stehen, wäre es doch mal interessant auszutesten, ob wir einen ganzen Tag lang floskelnd über die Runden kämen, ohne schiefe Blicke zu ernten. Wer es versuchen möchte, findet hier ein paar Anregungen aus dem letzten Nachbarschaftsgespräch:

Nachbar 1: „Wie geht’s?“
Nachbar 2: „Ja, muss. Und selbst?“
Nachbar 1: „Ach ja, wie immer.“
Nachbar 2: „Wetter ist ja auch, ne?“
Nachbar 1: „Klar, kommt, wie’s kommt“
Nachbar 2: „Und sonst?“
Nachbar 1: „Sonst alles klar“
Nachbar 2: „Freut mich, freut mich …“



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