Produktpiraten – zwischen Siegerpodest und Anklagebank der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Produktpiraten – zwischen Siegerpodest und Anklagebank

Korb von Reisenthel

Eine Auszeichnung der besonderen Art ist der Plagiarius, der alljährlich von den Gründern des gleichnamigen Museums in Solingen verliehen wird. Beim dem Antipreis Pragiarius werden jährlich Plagiate ausgezeichnet, die besonders nah an das Original kommen, ausgezeichnet. In diesem Jahr waren Tupperdose, Eiswürfel-Behälter und sogar Liebeskugeln unter den Siegern.

So lustig das klingen mag, so wenig freut es die Unternehmen, die die Entwicklung finanziert haben. Nicht ohne Grund werden daher immer häufiger Markenrechtsstreits geführt. So hat jüngst Reisenthel einen wegweisenden Prozess gegen ein Unternehmen aus Chicago gewonnen. Das Unternehmen aus den USA hatte die Reisenthel-typischen Einkaufstaschen, mit dem Korbhenkel hergestellt und auch bei außergerichtlichen Einigungsversuchen nicht eingelenkt. Der anschließende Urteilsspruch untersagte die weitere Produktion und ordnete die Übergabe aller Kopien an Reisenthel.

Durch Globalisierung und globale Vernetzung ist es ein Leichtes einträchtige Produkte und Designs zu kopieren und unentdeckt zu bleiben. Auch der Zoll kann bei der Unmenge an Produkten und Varianten unmöglich alle Artikel ausfindig machen. Auch ein Unternehmen, das Plagiate in Umlauf bringt – unabhängig vom eigenen Wissensstand – kann erheblichen Schaden erleiden, wenn die kopierten Produkte beispielsweise vernichtet werden müssen. Wer da auf der sicheren Seite sein möchte, sollte gleich beim Original bleiben.



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