Schallmauer durchbrochen: Medienhype für Red Bull der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Schallmauer durchbrochen: Medienhype für Red Bull

Marketing und Medienspektakel

Die Geschichte war ebenso einfach wie erfolgreich: Ein Mann (bis dato noch unbekannt) und sein lang gehegter „Traum vom Fliegen“. Eine bahnbrechende Mission und ein gewagtes Abenteuer. Stoff genug, um weltweit Spannung, Adrenalin und Sympathie zu erzeugen. Gestern durchbrach Felix Baumgartner die Schallmauer und stellte mehrere Weltrekorde auf. Sponsor Red Bull feierte gleichzeitig seinen größten Medienerfolg – trotz kritischer Diskussionen. Die Geschichte war einfach zu gut.

Perfekt inszenierter Spannungsbogen

Dass Red Bull die spektakuläre Show sponserte, war nicht überraschend. Extreme Risiken, sportliche Höchstleistungen und geballtes Adrenalin gehören zur Werbestrategie des Getränkeproduzenten, der Schätzungen zufolge ein Drittel seines Umsatzes in Sponsoring von Extremsportlern investiert. Das passt zur jungen Zielgruppe, bringt Leben in den Slogan „Red Bull verleiht Flügel“ und bedient sich noch dazu einer erfolgreichen Werbemaßnahme: Der Kunst des Geschichtenerzählens.
Rund um den Österreicher wurde in der vergangenen Woche eine komplette Show gestrickt. Hintergrundstorys, Fachinterviews und mögliche Erkenntnisse für die Wissenschaft hielten den Spannungsbogen ebenso hoch wie das Stundenzählen bis zum Countdown und mehrmalige Abblasen der Aktion aufgrund der Wetterbedingungen.

Riesiges Medienecho trotz Kritik

Hinzu kam die Neugier auf das Ende der Geschichte, die neben Spannung auch berechtigte Kritik und Hinweise auf die Red Bull-Werbeaktion 2009 auslöste, bei der ein Basejumper ums Leben kam. Der Konzern hielt wie vor drei Jahren am Sponsoringkonzept fest und erntete mit der aktuellen Show ein weltweit riesiges Medienecho. Stundenlange Übertragung im TV und per Livestream, Titelseiten in den Zeitungen, geklickte und geteilte Beiträge in sozialen Netzwerken während der Vorbereitungen, gescheiterten Versuche und dem Sprung lieferten zwar keinen Hinweis auf eine „bezahlte Anzeige“, der Name Red Bull wurde trotzdem genannt.

Werbewert ist unbezahlbar

Der Konzern machte es geschickt, war nicht nur an der Inszenierung, sondern auch Verbreitung des Events maßgeblich beteiligt. Live-Übertragungen auf dem eigenen Sender ließen ihn direkt verdienen, das Logo mit den zwei roten Stieren war auf Kapsel und Raumanzug stets zu sehen. Neben Rekord-Klicks auf der Homepage gibt es passend zur Mission Merchandising-Produkte im Onlineshop. Der Werbewert überstieg laut Experten die geschätzten Kosten von 50 Millionen Euro um ein zigfaches. Der Sprung war da schon fast zweitrangig.

Happy End inbegriffen

Ein Happy End gab es trotzdem. Die professionelle, auf Sicherheit bedachte Durchführung der Show soll dabei nicht angezweifelt werden. Es gilt also wie immer: Bitte nicht zu Hause nachmachen!



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