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St. Martin: ein Pferd, ein Bischof und viele bunte Lichter

Lichter von Laternen in der Nacht

Das große Pferd mit dem erwachsenen Reiter in rotem Mantel wirkt noch viel größer durch die Kinderschar, die singend hinter ihm her läuft. Die vielen bunten Lichter der selbstgebastelten Laternen funkeln in der dunklen Nacht besonders. Es ist um den 11.11. herum, denn bei dem Mann auf dem Pferd handelt es sich um St. Martin. Doch nicht alle in Deutschland können etwas mit diesem Brauch anfangen und nicht alle in Deutschland kennen die Geschichte von St. Martin.

Die Geschichte

Der heilige Martin von Tours war eine Person, die es tatsächlich gegeben hat. Der Mann war zunächst ein Gardeoffizier, der später zum dritten Bischof von Tours wurde und er hat wohl ein sehr vorbildliches und mitfühlendes Leben geführt. Die bekannte Geschichte der Mantelteilung, die zuweilen bei den Laternenumzügen nachgestellt wird, besagt, dass Martin im jungen Alter von 18 Jahren einem Bettler geholfen haben soll. In dem besagten Winter war es sehr kalt und somit lebensbedrohlich für arme Menschen. Vor dem Stadttor von Amiens begegnete Martin dem dürftig bekleideten Bettler, der von den vorbeilaufenden Menschen Hilfe erbat, aber nicht bekam. Martin selbst hatte nur seine militärische Bekleidung mit Mantel und Schwert bei sich. Geld hatte er keines. Also hat er kurzerhand sein Schwert genommen und den Mantel in zwei Teile zerschnitten. Diese Geste brachte dem Bettler Wärme ein, Martin aber musste mit einem halben Mantel Spott durch die örtliche Bevölkerung erleiden und bekam außerdem drei Tage Arrest durch sein Regiment, weil er „mutwillig militärisches Eigentum zerstört hatte“. Heute wird der St. Martin bei den Laternenumzügen oft mit Pferd dargestellt, auch wenn nicht klar ist, ob Martin tatsächlich auf einem Pferd in die Stadt geritten ist. Dem Charme und der Stimmung tut das Pferd, zumeist ein Schimmel, allerdings keinen Abbruch.

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

Der Brauch, mit Laternen durch die Stadt zu ziehen, ist allerdings auf einen anderen Umstand begründet und hängt nicht unmittelbar mit der Geschichte des heiligen St. Martin zusammen.
Verschiedentlich wird angenommen, dass es sich hier um einen germanischen Brauch handelt, der mit dem Wechsel von Sommer und Winter zusammenhängt. Die Kirche hält hier allerdings gegen und sagt, dass durch die Laternen „das Licht in der Nacht“ symbolisiert werde und den göttlichen Trost darstellt. In weiten Teilen Deutschlands ist heute nicht mehr bekannt, warum die Laternen gebastelt werden, dennoch singen alle Kinder offensichtlich die gleichen Lieder und gehen gern durch die dunkle Nacht mit ihren bunten Lichtern.

Martinsfeuer

In vielen Regionen Deutschlands wird das Martinsfeuer angezündet. Ähnlich wie die Laternen ist damit die Symbolik des Lichtes in der Nacht verbunden.

Martinsgans essen

Ebenso wie die Laternenumzüge der Kinder, ranken sich auch verschiedene Entstehungsgeschichten um das Gänseessen. Eine besonders hübsche Geschichte ist, dass die Bevölkerung von Tours Martin als neuer Bischof haben wollte und ihn zur Weihe holen wollte. Weil Martin aber ein so bescheidener Mann war und nicht glauben konnte, dass er für dieses Amt geeignet sei, versteckte er sich in einem Gänsestall. Nun, wer Gänse schon einmal gesehen hat, weiß, wie laut und aufmerksam sie schnattern. So haben es wohl auch die Gänse in Tours getan, sodass Martin gefunden wurde und er die Bischofsweihe empfangen hat.
Eine etwas nüchternere Geschichte besagt, dass früher zum 10. immer die Abgaben zu leisten waren und gerade in der herbstlichen Zeit besonders viele Gänse abgegeben wurden. Zugleich fällt am 11.11. der Startschuss des nur noch selten praktizierten vorweihnachtlichen Fastens. Daher habe man es sich am 10.11. noch einmal richtig gut gehen lassen, bevor dann bis Weihnachten nur noch magere Kost auf dem Speiseplan stand.



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