Start im Juni: Sustainia, die virtuelle nachhaltige Welt der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Start im Juni: Sustainia, die virtuelle nachhaltige Welt

ne virtuelle nachhaltige Welt

Nachhaltigkeit, na klar das Wort kennt jeder. Aber Sustainia? Da werden die Fragezeichen schon größer. Dabei ist Sustainia die perfekte nachhaltige Welt, in der wir ab Juni leben werden – wenn auch nur virtuell. Die Idee zum Konzept stammt von der dänischen Denkfabrik Monday Morning. Unterstützt wird es von Unternehmen aus der Wirtschaft, der Unternehmensinitiative der Vereinten Nationen „Global Compact“ und der Non-Profit-Organisation „R 20“ des ehemaligen kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger. Pünktlich zum Weltgipfel über nachhaltige Entwicklung im Sommer sollen die ersten Bewohner in die neue Welt einziehen.

Das Konzept gleicht der 3D-Welt „Second Life“. Auch Sustainia-User nehmen eine Identität an, bewegen sich innerhalb ihrer fiktiven Welt und gestalten sie aktiv mit. Dabei ist der Name nicht zufällig vom englischen „Sustainability“ (Nachhaltigkeit) abgeleitet. Die Bewohner werden in das Jahr 2020 versetzt, in dem Umweltschutz in all seinen Facetten gelebt wird. Anders als fiktive Science Fiction basiert Sustainia dabei auf Forschung, Know how, Analysen, Erfolgen und Prognosen. Die virtuelle Plattform bedient sich ausschließlich konkreter Nachhaltigkeitstechnologien, die in der realen Welt heute schon verfügbar sind.

Ebenso wie die virtuelle Welt „Second Life“ spielt auch bei Sustainia das Bedürfnis der Menschen nach Selbstverwirklichung eine große Rolle. Mit ein paar Mausklicks kreiert man sich seine Wunsch-Persönlichkeit, hat Erfolg im virtuellen Job und macht das, wovon man im realen Leben oft nur träumt: Ein Traumhaus bauen, eine neue Sportart lernen, ein kreatives Hobby ausüben, berühmt und umschwärmt sein …

Dieser Wunsch nach einem perfekten Leben wird nun bewusst eingesetzt, um nachhaltige Themen bei den Usern zu positionieren. Denn wer sich Sustainia als einen Ort mit kaltem Wasser, wenig Strom und fehlendem Vergnügen vorstellt, liegt falsch. Die Bewohner von Sustainia leben in „intelligenten“ und luxuriösen Häusern, essen gesunde Lebensmittel, nutzen öffentliche Verkehrsmittel oder Elektro-Autos, haben gute Jobs und verbringen ihre Freizeit in der Natur. In der Wirtschaft boomt der Markt für erneuerbare Energien, während „Energieverschwender“ zunehmend ihre Anteile verlieren. Jedes erfolgreiche Unternehmen kooperiert mit einer NGO, die ihnen wertvollen Input liefert.

Inspiration haben die „Macher“ in verschiedenen realen Städten gefunden. Kopenhagens Fahrradkultur, Singapurs Parks und Grünflächen, Oslos Verzicht auf Autobahn- und Parkgebühren für Elektro-Autos und Barcelonas Strandleben lieferten u.a. die Vorlage für Sustainia. Vielversprechend klingt auch die Botschaft hinter dem Konzept. Ausgehend von der berechtigten Frage „Who wants to follow a pessimist?“ arbeitet Sustainia nicht mit düsteren Bildern und Zukunftsprognosen, sondern mit Träumen, Visionen und der Motivation, Ideen in die reale Welt zu übertragen. Ob Sustainia der erhoffte wertvolle Visionär wird, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Fest steht, dass die Plattform das Potenzial hat, viele gängige Kritiken an virtuellen Welten in positive Effekte umzuwandeln. Fungiert die fiktive Welt zum Beispiel als Verständnis der realen Welt, verändert sie Wertvorstellungen und Normen, ist die grüne Mission schon fast gelungen. Gleichzeitig ist sie natürlich nicht dazu bestimmt, die reale Welt vor der Tür zu lassen. Vielmehr soll sie als Informations- bzw. Inspirationsquelle dienen und weitere Zielgruppen für das Thema sensibilisieren und begeistern. Interessant wird es zu sehen, ob und wie Unternehmen Sustainia zur Platzierung nachhaltiger Werbebotschaften nutzen. Virtuelle Filialen mit „echter“ Kundenbetreuung oder Anzeigentafeln mit Werbung wurden in der Vergangenheit von den Second Life-Usern zwar akzeptiert, ihr Erfolg blieb aber umstritten. Es bleibt zu vermuten, dass Unternehmen innovativere Wege gehen müssen, wenn sie ihre Zielgruppe über die neue virtuelle Welt erreichen wollen. Man darf also gespannt bleiben.



Ähnliche Artikel


  1. Take your sustainable solution to RIO+20 with Arnold Schwarzenegger and enter the run-up for the Sustainia Award

    The Schwarzenegger-backed Sustainia project is gathering 100 solutions for a sustainable tomorrow. Titled Sustainia100, the solutions will be delivered to decision-makers during the Rio+20 to inspire discussions. In addition, solutions selected for the Sustainia100 will be registered as nominees for the Sustainia Award. Submissions of projects are open until April 20 on: http://www.sustainia.me/sustainia-100/


  2. Thanks for the information and good luck to all nominees!



Sorry, the comment form is closed at this time.