Von fiktiven Bands und fehlenden Seiten: Werbung aus der Finanzbranche der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Von fiktiven Bands und fehlenden Seiten: Werbung aus der Finanzbranche

Kreditkarte

Finanzdienstleister haben es nicht immer leicht. Während sich frischer Kaffee ganz genüsslich abbilden lässt und Kleider von attraktiven Models präsentiert werden, kommen die Finanzprodukte scheinbar dröge daher. Sie sind meist komplex und erklärungsbedürftig und ihr Nutzen lässt sich schwer in kurzen Worten und emotionalen Bildern erklären. Dass die Kundenansprache auch ganz anders funktionieren kann, stellen drei Finanzdienstleister unter Beweis. So erfand die Sparkasse kurzerhand eine Boyband, die Postbank verschickte einen Werbeartikel und American Express erzählte seinen Gold Card-Kunden die Geschichte einer fehlenden Romanseite. Mit Erfolg!

Sparkasse erfand eine Boyband

Junge Leute muss man heute anders ansprechen, dachte sich die Sparkasse und erfand für die Girokonto-Kampagne „Je einfacher das Geld, desto einfacher die Welt“ kurzerhand die Band Boyalarm. In einem Werbespot wird die Gruppe von kreischenden Mädels am Flughafen empfangen und im dazugehörigen Musikclip performen sie einen eigens komponierten Song. Dass die fiktive Band so schnell reale Fans gewinnen würde, damit hatte wohl selbst die Sparkasse nicht gerechnet. Die Facebookseite wurde rund 8.500 Mal geliked, das Video zum Song fast 50.000 Mal bei Youtube geklickt und der Hit selbst steht in den Top 20 der Bravo-Charts. Dass die Band wohl nie auf Tournee gehen wird, scheint dem Erfolg keinen Abbruch zu tun. Der PR-Wert für die Sparkasse liegt nach eigenen Angaben etwa viermal so hoch wie die Kosten für die Gruppe.

Postbank verschickte Brotdose

Die Postbank setzte im Rahmen einer Mailingaktion auf einen klassischen Werbeartikel. Das Unternehmen verschickte an ausgewählte Kunden eine Brotdose mit der Frage „Und was haben Sie im Alter drauf?“ In der Dose fanden die Kunden ein Stück eingeschweißtes Schwarzbrot und den Hinweis „Heute geht es um die Wurst von morgen“. Der Effekt: Sonst schnell von Bankenwerbung genervt, sorgte der Einsatz eines Werbeartikels dafür, dass die Kunden die Post nicht einfach wegwarfen. Stattdessen waren sie überrascht und neugierig. Die Problematiken der Altersvorsorge wurden auf einprägsame, witzige Weise vermittelt. Als Folge vereinbarten 13% der Empfänger einen Beratungstermin. Die Postbank setzt bei ihrer Kundenansprache übrigens gern auf haptische Werbemittel. Um auf ihr kostenloses Girokonto aufmerksam zu machen, verschickte sie zuvor ein Päckchen Papiertaschentücher mit der Botschaft „Wechseln oder Weinen“ – eine Aktion mit einem Response-Sprung von 400%, so das eigene Fazit.

American Express erzählte eine Geschichte

Last but not least beschränken sich auch die großen Kreditkartenorganisationen nicht auf reine Fakten, sondern erzählen ihren Kunden vielmehr Geschichten. So schickte American Express ein Mailing an ausgewählte Kunden, die im Besitz einer Gold Card sind. In diesem Schreiben erzählte das Unternehmen von einem Kunden, der in seinem Hotelzimmer feststellen musste, dass seinem Roman die letzte Buchseite fehlte. Dieser Kunde kam in den Genuss des Gold Card-Services, denn die fehlenden Seiten wurden ihm kurzerhand von den Amercian Express-Mitarbeitern zugesendet. Zum Beweis lag dem Mailing eine Kopie der fehlenden Romanseite als Beleg bei – Storytelling, wie es funktioniert.



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