Was, wenn der Werbeartikel beim Mitarbeiter privat auftaucht? der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Was, wenn der Werbeartikel beim Mitarbeiter privat auftaucht?

rotes und blaues Weihnachtspäckchen

Schlagzeilen, wie „langjährige Mitarbeiterin nach Brötchendiebstahl entlassen“ gab es in den letzten Jahren viele. Auch wenn die kritischen Stimmen in der Bevölkerung nicht zu überhören sind, so sind solche Fälle nach dem Gesetz relativ eindeutig. Was ist aber, wenn ein Werbeartikel, gleich ob für die Werbung des Arbeitgebers oder als Präsent vom Lieferanten, sich beim Arbeitnehmer zuhause wiederfindet? Was ist wenn ein Lieferant einen angestellten Geschäftspartner gleich zuhause beliefert?

Sogenannte Bagatelldiebstähle werden im Arbeitsrecht als Vertrauensbruch angesehen, der nicht vom Wert der Sache abhängig ist, sondern von der Gesinnung des „Mopsenden“. Eine Kündigung ist daher in solchen Auch wenn in jüngster Zeit das Landesarbeitsgericht Hamm und das Arbeitsgericht Bonn zugunsten der langjährigen Mitarbeiter entschieden haben, bleibt grundsätzlich die Regelung bestehen: Mitnehmen ist Diebstahl und kann zur Kündigung führen.

Besonders haarig wird es, wenn Weihnachtspräsente nicht an die Firmenadresse, sondern an die Privatadresse eines Mitarbeiters gesendet werden. Wenn der Arbeitnehmer hier schweigt und nichts von der Zuwendung bekannt gibt, riskiert er eine Kündigung, denn dann kann vermutet werden, dass es sich um eine Bestechung handelt. Der Arbeitnehmer wird dann im schlimmsten Fall sogar entlassen, weil der Arbeitgeber davon ausgehen darf, dass das ausschließliche Handeln im Interesse des Arbeitgebers nicht mehr gewährleistet ist. Die Lösung: Sollte eine Zuwendung an Mitarbeiter persönlich gehen, entweder gleich mit zur Arbeit nehmen oder zumindest dem Arbeitgeber anzeigen und sich an dessen Anweisung halten.

Anders liegt der Fall natürlich, wenn ein Unternehmen ausdrücklich erlaubt hat, dass Werbegeschenke, die beispielsweise zu Weihnachten eingegangen sind, mitgenommen werden dürfen. Es kann sogar zum Vorteil für den Arbeitgeber werden, wenn es sich um Werbeartikel für das eigene Unternehmen handelt. Setzt der Arbeitnehmer Kaffeebecher, Tragetasche oder Kugelschreiber des Brötchengebers privat ein, zeigt er indirekt die Verbundenheit mit dem Unternehmen und ist ohnehin zum Werbeträger geworden.

In Fällen, in denen Mitarbeiter allerdings die wertvollen Präsente für die Kundschaft mit nach hause nehmen, wird es sicherlich anders liegen und der Verdacht des Diebstahls drängt sich wieder einmal auf. Wer etwas mitnehmen möchte, sollte zur Sicherheit fragen und wenn es nicht erlaubt ist, einfach darauf verzichten.



Ähnliche Artikel

Sorry, the comment form is closed at this time.