Werbung im Wandel der Zeit der Giffits GmbH, dem Anbieter für Werbeartikel, Werbemittel und Werbegeschenke zum Bedrucken.

Werbung im Wandel der Zeit

Fernsehwerbung boomte insbesondere durch die privaten Sender

Clementine, der Marlboro-Cowboy und ein überdimensional großes Wrigley’s Spearmint: Finden wir heute alte Videokassetten oder Zeitschriften mit Werbung, können wir ein Lächeln kaum unterdrücken. Und doch erinnern wir uns gern an die Zeit, als die Rede noch von Reklame statt Marketingmix war und mit fröhlichen Hausfrauen als Stereotypen geworben wurde. Vor allem die 30 bis 40-jährigen blicken laut Markenverband in Wiesbaden gern auf die 70er, 80er und 90er Jahre zurück – und erinnern sich sicher auch hieran:

70er Jahre

In den 70ern lag der Fokus auf Anzeigenwerbung, Litfasssäulen und das öffentlich-rechtliche TV. Ein unbeschwerter Lebensstil stand im Gegensatz zur heute sehr früh stattfindenden Zielorientierung. Sinnbildlich für die Werbung der 70er waren vor allem die Waschmittel: Clementine mit dem Ariel, der wissenschaftliche Persil-Mann, und der General, in den sich jede Hausfrau beim Öffnen der Verschlussklappe verwandelt.

Die Kinder der Werbefamilien verlangten nach Süßigkeiten und wurden mit Hanuta, Duplo, Kinderschokolade, Cornflakes und Co begeistert. Legendär war die Bärenmarke, die später zur beliebtesten und bekanntesten Werbefigur Deutschlands gewählt wurde.

Und sicher erinnert sich noch jeder an den freiheitsliebenden Marlboro-Mann, der abends seine Zigarette rauchte, oder an die pfeifende Underberg-Werbung vor heimatlichem Bergkitsch. In den70ern Jahren hagelte es aber auch erstmals Kritik an der Werbung. Den Werbetreibenden wurde vorgeworfen, die Konsumenten zu manipulieren. Es folgten erste Werbeverbote für die Tabakindustrie und die Gründung des Deutschen Werberates als Aufsichtsorgan der Werbebranche.

80er Jahre

Mitte der 80er gingen Privatsender wie SAT 1 und RTL auf Sendung und die Arbeit der Werber änderte sich radikal. Professionelle Werbeagenturen gründeten und professionalisierten sich, die Auseinandersetzung mit Werbung nahm in der Öffentlichkeit, in der Wissenschaft und in den Medien zu. So wurde die Werbung facettenreicher, die ungewohnt häufigen Werbeunterbrechungen auf den Privatsendern kritisch beäugt.

Wer ein bisschen in Nostalgie schwelgen möchte, erinnert sich sicher an das Wrigley’s Spearmint-Surfbrett unter dem Arm, die trommelnden Duracell-Hasen, das weltweit haltende Drei-Wetter-Taft, Onkel Dittmeyer mit seinem Valensina und Tilly, die ihre Hände in Spülmittel badet. Zudem kamen in den 80er und 90er Jahren verstärkt prominente Testimonials zum Einsatz. So warb Harald Juhnke für Kefir, Fechterin Cornelia Hanisch für Hanuta und Günther Pfitzmann für seine edlen Weinbrandtropfen. Neu für die Kinder: Raider hieß ab sofort Twix.

90er Jahre

In den 90ern wurden die Spots vielseitiger und komplexer in ihrer inhaltlichen und dramaturgischen Gestaltung, frei nach dem Motto „Der Zuschauer soll sich Gedanken machen“. Die Inszenierung von Produkten und Marken wurde professionalisiert. Die einen setzten auf Comedy oder geheimnisvolle Spots, die anderen auf Prominente, welche die Glaubwürdigkeit der Produkte unterstreichen sollten.

Sicherlich unvergesslich: Der Mars-Junge, der an der Klostertür wieder umkehrt und die Bande von Tieren, die sich über den neuen Toyota Corolla unterhält. Besonders witzig: Automobilanbieter Volvo warb mit asbestfreien Autoreifen, während Moulinex etwas ganz sensationelles auf den Markt brachte – die Mikrowelle.

Aber auch neue Trends entstanden bereits zu Beginn der 90er. Internet, Mobiles Marketing, Product-Placement, Merchandising und Programmsponsoring gehörten zu den wichtigen Schlagwörtern, der Fokus wurde immer deutlicher auf die globale Ebene gelegt.



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